Zunächst einmal: Lappland ist kein Land
Eine kleine geografische Klarstellung: Lappland ist kein eigenständiges Land. Es handelt sich um ein großes kulturelles und geografisches Gebiet, das sich über den Norden Finnlands, Schwedens und Norwegens sowie einen Teil Russlands erstreckt. Die Region Lappland entspricht Sápmi, der traditionellen und kulturellen Heimat der indigenen Sámi-Bevölkerung.
Sowohl das schwedische als auch das finnische Lappland liegen also oberhalb des Polarkreises und bieten das typische arktische Wintererlebnis: verschneite Landschaften, kurze Tage, Husky- und Rentierfahrten, Schneemobile und natürlich die Chance, das Nordlicht zu sehen.

Warum alle nach Rovaniemi fahren, und warum du vielleicht weiter schauen solltest
Du planst einen Winterurlaub in Lappland? Das solltest du wissen, bevor du deine Reise buchst.
Lappland steht bei vielen Menschen schon seit Jahren auf der Bucketlist. Und sobald man anfängt, nach einer Reise zu suchen, landet man fast automatisch bei Rovaniemi. Verständlich: Rovaniemi ist bekannt, gut erreichbar und bietet alles, was man sich von einem klassischen Lapplandurlaub wünscht. Aber auch wenn die Stadt sehr bekannt ist, ist Rovaniemi vielleicht nicht der richtige Ort für jede Lapplandreise.
Die Stadt im finnischen Lappland hat sich zu einem der bekanntesten Winterreiseziele Europas entwickelt. Besonders rund um Weihnachten kommen viele Reisende hierher, um den Weihnachtsmann zu treffen, Rentiere zu sehen, Huskysafaris zu machen und natürlich nach den Nordlichtern Ausschau zu halten. Es ist also beliebt – vielleicht inzwischen sogar so beliebt, dass die wunderschöne Natur Lapplands ein wenig in den Hintergrund rückt. Denn hier bist du fast nie allein.
In den besonders stark besuchten Zeiten kann es ziemlich touristisch werden. Beliebte Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten teilst du mit vielen anderen Reisenden, und manche Erlebnisse fühlen sich dadurch eher wie ein Ausflug als wie eine echte Entdeckung an.
Was ist die Alternative?
Es gibt unzählige wunderschöne Orte in Lappland zu entdecken. Viele davon liegen in Schweden.
Schwedisch Lappland umfasst ein riesiges Gebiet mit verschneiten Wäldern, zugefrorenen Seen, Bergen und kleinen Orten, in denen das Leben automatisch ein paar Gänge langsamer läuft. Anders als im finnischen Lappland dreht sich ein Winterurlaub hier nicht um eine einzige berühmte Attraktion.
Einen Weihnachtsmann gibt es hier also nicht. Das hätten wir direkt geklärt. Dafür gibt es dieselben wunderschönen Husky-Touren, Schneemobilfahrten durch scheinbar endlose Landschaften und die Möglichkeit, die indigene Kultur der Sámi kennenzulernen – zum Beispiel bei Spaziergängen mit Rentierherden oder beim Brotbacken in traditionellen Lavvu-Zelten. Und natürlich noch vieles mehr.
Und vor allem: den Ort, an dem du übernachtest. Nicht ganz unwichtig.
Die Schweden sind bescheiden. Und genauso ist auch Schwedisch Lappland. Während Google Finnland vielleicht ein wenig mehr Aufmerksamkeit schenkt, gibt es in Schweden unglaublich schöne Orte zu entdecken. Denk an Glaskabinen mitten im Wald, schwebende Baumhäuser, abgeschiedene Private Stays und vieles mehr.
Das Beste daran ist die Vielfalt: Es gibt wunderschöne Unterkünfte für Familien, aber auch besondere und exklusive Orte für Paare, die gemeinsam ein außergewöhnliches Erlebnis suchen.
Was solltest du jetzt über deine Lapplandreise wissen?
Es gibt ein paar Dinge, die du wissen solltest, bevor du deine Reise buchst. Wir nehmen dich mit!
Wann solltest du nach Schwedisch Lappland reisen?
Die Hauptsaison für Winterreisen in Lappland läuft von November bis März. Aber jeder Monat fühlt sich ein bisschen anders an.
An die Schulferien gebunden? Dann sind Dezember und Februar natürlich die naheliegendsten Optionen. Im Dezember kannst du dich auf eine richtig gemütliche Atmosphäre freuen. Die Tage sind kurz, aber die Abende dafür umso gemütlicher. Ähnlich ist es im Januar: eine dicke Schneedecke, extrem niedrige Temperaturen und die kürzesten Tage des Jahres.
Du kommst im Februar? Dann kannst du immer noch die dicke Schneedecke genießen, hast aber schon etwas mehr Tageslicht. Wenn du also möglichst lange Tage möchtest, ist Februar deine beste Wahl!
Du möchtest besonders viele Aktivitäten unternehmen? Dann ist der März eine tolle Option. Mit etwas milderen Temperaturen und deutlich mehr Tageslicht bietet es sich an, lange Tage draußen zu verbringen.
Ist Schwedisch Lappland für Familien geeignet?
Ja! Du musst definitiv kein erfahrener Outdoor-Abenteurer sein, um hier Urlaub zu machen. Lappland ist fantastisch für Familien und eine garantierte Once-in-a-Lifetime-Erfahrung für die Kinder.
Die Aktivitäten in der Region können an das Alter deiner Kinder angepasst werden – zum Beispiel Pulka-Schlitten hinter einem Schneemobil, Schlittenfahrten mit Huskys oder Begegnungen mit zahmen Rentieren.
Und weil die Tage relativ kurz sind, müssen die Kleinsten nicht bis spät in die Nacht wach bleiben, um die Nordlichter zu sehen.
Keine Kinder? Auch dann ist es fantastisch.
Schwedisch Lappland hat einige wirklich einzigartige, versteckte Unterkünfte, die perfekt auf Reisende ohne Kinder ausgerichtet sind. Je nachdem, wie ihr reist, schauen wir gemeinsam, welche Orte am besten zu euch passen!
Muss ich etwas für eine Reise nach Lappland vorbereiten?
Es ist immer schön, sich vorab ein wenig einzulesen. Informiere dich darüber, wohin du reist, und lies vielleicht ein bisschen über die Sámi-Kultur.
Aber richtig los geht es erst, wenn du angekommen bist.
Die Schweden wissen nur zu gut, dass niedrige Temperaturen, viel Schnee und kurze Tage nicht für jeden selbstverständlich sind. Deshalb erwarten unsere Partner auch nicht, dass ihr komplett ausgestattet aus dem Flugzeug steigt.
Vor Ort ist die nötige Ausrüstung verfügbar – von warmen Jacken und guten Schuhen bis hin zu Handschuhen und vielem mehr.
Wir empfehlen außerdem immer, eine Sámi-Erfahrung in die Reise einzubauen. Das kann zum Beispiel ein Spaziergang mit Rentieren, Reiten oder ein gemeinsames Essen mit Sámi sein.
Bei solchen Aktivitäten lernst du die indigene Kultur direkt von den Menschen kennen, die sie am besten vermitteln können.
Wie viele Tage braucht man für einen Lapplandurlaub?
Unser Tipp: etwa 6 bis 8 Tage. Also ungefähr eine Woche!
Es klingt manchmal verlockend, Huskyschlittenfahren, Schneemobilfahren und ein Outdoor-Dinner an einem einzigen Tag zu kombinieren. Aber du wirst schnell merken, dass diese Aktivitäten ziemlich viel Energie kosten können.
Nicht ohne Grund dauern die meisten Reisen etwa eine Woche. So hast du genug Zeit für die Aktivitäten, auf die du dich freust, aber auch Zeit, die Ruhe und Natur zu genießen.
Soll ich meine Lapplandreise selbst organisieren oder über ein Reisebüro buchen?
Lappland ist ein anderes Reiseziel als ein klassisches Skigebiet. Nicht alles liegt direkt beieinander, die Logistik ist etwas komplizierter und jeder Ort hat seinen eigenen Charakter.
Wir sind natürlich voreingenommen, sagen aber mit den besten Absichten: Eine Reise in diese Region lässt sich am besten über ein Reisebüro organisieren.
Unsere Lieblingsart zu arbeiten?
Ihr erzählt uns, welche Art von Reise ihr sucht und ungefähr wann ihr reisen möchtet. Anhand eurer Gruppengröße und Wünsche schauen wir, welche Orte am besten zu euch passen.
Das besprechen wir gemeinsam anhand eines Reisevorschlags und feilen so lange daran, wie es nötig ist – bis eure ideale Reise auf dem Papier steht.